Unheil über Arivor

Heute soll’s um das Abenteuer Unheil über Arivor gehen, dass ich ein wenig für euch beleuchten möchte.

Das Abenteuer ist als PDF und als Print erhältlich. Mittlerweile ist es bereits in der 2. Auflage.


Kurzübersicht über den Beitrag:

  1. Über das Abenteuer
  2. Über den Autor
  3. Über die Rezensionen
  4. Über begleitendes Material
  5. Über den Plot (inklusive Spoiler)
  6. Über die Spielrunde (inklusive Spoiler)


Über das Abenteuer:

Unheil über Arivor erschien im Dezember 2015 und war damit die vierte Abenteuerpublikation der fünften Edition von Das Schwarze Auge.

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Das dramatische Cover, illustriert von Tristan Deneke

Bei dem Abenteuer handelt es sich um ein Katastrophenszenario im Herzen des Horasreichs, bei dem vor allem körperlich-geskillte Charaktere voll und ganz auf ihre Kosten kommen. Dennoch können auch gesellschaftlich oder kämpferisch versierte Charaktere glänzen – hier muss man sich keine Sorgen machen. Einzig Helden, die rein auf Naturaspekte spezialisiert sind, könnten hier etwas zu kurz kommen.
Das Abenteuer brilliert vor allem mit 4 von 4 Punkten in der Wertung Lebendige Geschichte. Und das nicht umsonst: Die Geschehnisse des Abenteuers verändern Arivor nicht nur für immer, sondern sind damit auch ein Herzstück des Metaplots um den Sternenfall und noch dazu Teil des Metaplots um den Kriegsgötterkonflikt, der in der aktuellen Edition sehr präsent ist.

Wenn man also die moderne und lebendige Geschichte Aventuriens genießen möchte, kommt man um dieses Werk kaum rum – vor allem, da man sich damit, gerade zusammen mit dem begleitenden Material (siehe unten) eine großartige Kampagne des aktuellen Weltgeschehens erstellen kann. Ich kann das wärmstens empfehlen!

Mittlerweile erschien das Abenteuer auch für den englischsprachigen Raum als Arivor’s Doom.



Über den Autor:

Der in Hessen lebende Dominic Hladek ist seit 2011 DSA-Autor und wirkte bei zahlreichen Publikationen für Das Schwarze Auge mit. Für die 5. Edition schrieb er unter anderem großartige Abenteuer wie Hexenreigen, Kibakadabra oder Klingen der Nacht.
Für Letzteres gewann 2017 sogar den RPC Award in der Kategorie Pen&Paper.

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Autor Dominic Hladek


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Unheil über Arivor war für mich der erste Kontakt mit Dominics Arbeit – aber dafür ein um so prägenderer. Seit ich dieses Abenteuer spielen durfte, begann ich, mir bei der Ankündigung eines Abenteuers erst einmal anzusehen, wer denn der Autor ist – denn bei Dominic wusste ich ab diesem Zeitpunkt: Ich freue mich darauf, dieses Abenteuer zu spielen.
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Aktuell (Stand Juni ’18) arbeitet Dominic am Begleit- Abenteuer zur Havena-Spielhilfe (Grauen aus dem Nebel) und der epischen Sternenträger-Kampagne, die die Geschichte der Hochelfen, die bereits mit der Phileasson-Saga begonnen wurde, weiterführen soll.



Über die Rezensionen:

Wie so viele DSA-Produkte wurde auch Unheil über Arivor von verschiedenen Stellen rezensiert und bewertet.
Die Bewertungen können sicherlich einen guten Überblick über das Abenteuer verschaffen, Stärken und Schwächen aufzeigen und ein durchschnittliches Meinungsbild darstellen.

Eine Auswahl:

 



Über begleitendes Material:

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In Arivor kann man ab Ende   1039 BF gut rumhängen.

Die Geschehnisse in Arivor wurden im Aventurischen Boten #173 behandelt, in dem sich ein dementsprechender Artikel finden lässt. Der Artikel eignet sich gerade für Meister gut, um sich im Vorweg in das Thema einzufühlen, mit dem die Helden konfrontiert werden. Außerdem eignet er sich gut dafür, die Spieler das Abenteuer nach dem Ende rekapitulieren zu lassen.

Außerdem wird ein Mini-PDF mit dem Titel
„Der Tag danach“ angeboten, das ebenfalls aus Dominics Feder stammt und im Endeffekt einen erweiterten Epilog des Abenteuers bildet, an dem man sicher noch die ein oder andere Runde spielen kann, wenn man möchte.

Das noch deutlich weitere Nachspiel der Geschehnisse um Unheil über Arivor behandelt das Heldenwerk-Abenteuer Gekreuzte Klingen, das als Tage der Leuin I ein interaktiver Teil des aktuellen aventurischen Metaplots ist. Hier kann man also ruhig auch daran denken, eine Arivor-Kampagne zu weben – vor allem, da Tage der Leuin II ja auch noch herauskommen wird.

Wer sich vor dem Meistern schon mal ansehen möchte, wie so eine Runde Unheil über Arivor ablaufen könnte, kann sich hier ein ausführliches Let’s Play dazu ansehen.

Musikalisch empfehle ich für Unheil über Arivor zu Beginn einen klassisch horasischen Tune (wie zum Beispiel die heiteren Teile des Soundtracks zu Blood & Wine) und für den zweiten Abschnitt des Abenteuers eher düstere Musik (wie zum Beispiel Teil des Soundtracks zu Darkest Dungeon). Für eine spezielle Szene (ich sage nur: ‚Warteschlange am Tor‘) eignet sich außerdem ein Song aus Hearts of Stone.



Über den Plot (Achtung, Spoiler):

Sicher fragt sich mittlerweile der ein oder andere: „Und worum geht’s jetzt überhaupt!?“
Dazu möchte ich jetzt kommen. Fangen wir mit dem Klappentext an:

Arivor, Herz des Rondraglaubens, Hort der aufrechten Ardariten, Heimat berühmter Waffenschmiede, Rüstungsbauer und edlen Rebenbluts.
Fanfaren künden vom großen Ritterturnier und in Scharen sind Schaulustige wie rondrafromme Pilger in die Stadt geströmt. Als streitbare Turnierteilnehmer, kühne Forscher oder begeisterte Theaterfreunde sind auch eure Helden in der Stadt, die im Hochsommer des Jahres 1039 BF schier aus allen Nähten platzt.
Plötzlich aber bricht das Unfassbare über die Stadt herein und der unbeschwerte Ausflug gerät stattdessen zum Kampf ums nackte Überleben. Arivor scheint dem Untergang geweiht, und es liegt an euch und euren Helden zu retten, was zu retten ist!

 

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Die hübschen Stadtkarten von Hannah Möllmann begleiten das Abenteuer.

Während eines Ritterturniers in Arivor geht im Zuge des Sternenfalls ein Stern nahe Arivor hernieder. Die seismischen Auswirkungen bringen hohle Erdkammern unter der Stadt zum Einsturz, wodurch der Großteil der Großstadt in die Abgründe gerissen wird. Eine Gelehrte sieht die Katastrophe bereits kommen und (das ist optional) versucht die Helden zu animieren, die Stadt zu evakuieren. Während des Einsturzes befinden sich die Helden im legendären Theater von Arivor, dem Gründungsort der Theaterritter. Bei der Flucht aus den Trümmern finden die Helden nicht nur ein altes Kor-Heiligtum der Theaterritter, sondern können auch mehrere rondrianische Reliquien bergen, Teile der arivorischen Bevölkerung retten und werden mit der Katastrophe in ihrer ganzen, destruktiven Pracht konfrontiert. Der Plot besteht ab dem Einsturz also in erster Linie aus Schadensbegrenzung und der Flucht aus den Trümmern, die ebenso haarsträubend wie lebensgefährlich ist.

 



Über die Spielrunde (Achtung, Spoiler):

Gespielt haben wir das Abenteuer damals zu viert, mit einem bornländischen Söldner, einem Krötenhexer, einem nostrischen Anconiter und einem tobrischen Krieger. Geleitet hat das Abenteuer meine Partnerin Marie – und wie dankbar ich ihr dafür war! Denn dieses Abenteuer sollte eines werden, dass mir bis heute noch als eines der besten in Erinnerung bleibt, die ich je spielen durfte.

Alles beginnt an sich ja relativ ruhig. Wir kamen nahe Arivor an, erlebten den Sturz des Sterns mit und untersuchten die Einschlagstelle. Da waren wir noch froh, dass niemandem etwas passiert ist. Anschließend sind wir entspannt weitergereist – immerhin wollten wir ja an diesem Turnier teilnehmen. Das taten wir dann auch, im idyllischen Lieblichen Feld – zwischen Wein, der warmen Sommersonne und ein paar der ehrenhaftesten Seelen Aventuriens. Einfach wunderbar. Unser Hexer ergaunerte nebenbei ein paar Eintrittskarten für das Theater – das legendäre Theater! Ein Großereignis für unsere Helden, dort eine Aufführung sehen zu dürfen (welche übrigens super witzig ist, ich mag die Beschreibung).
Aber dann… Entschuldigt den Ausdruck, aber holy McShitfuck!
Wie sich die Ereignisse dann überschlagen haben, kann ich bis heute kaum fassen. Der Einsturz des Theaters, der Tod des Erzherrschers Nepolemo, die Entdeckung des Kor-Kultortes unter der Stadt, die Enthüllung des Ausmaßes der Zerstörung bei der Ankunft an der Oberfläche, die wandelnden Seelen, gequält durch den plötzlichen Tod unzähliger Menschen. Drama, Baby! Ich habe das geliebt! Und dieses Feeling, dass der Plot gerade nicht zum Lösen da ist, sondern einfach nur daraus besteht, lebend aus der Katastrophe herauszukommen – fantastisch!

Nachdem ich es gespielt hatte, habe ich es in der Woche darauf gleich noch einmal geleitet, da einige liebe Freunde bei der ursprünglichen Runde nicht dabei sein konnten. Und auch hier wieder: Einfach großartig.


Bleibt nur noch zu sagen:
Habt ihr Fragen zum Abenteuer und seinem Verlauf? Braucht ihr Tipps?
Ihr könnt gern die Kommentarfunktion benutzen – ich schaue regelmäßig rein, egal, wie alt der Beitrag ist. Ich freue mich darauf, mit euch über Unheil über Arivor zu reden!

Bewerten werde ich das Abenteuer nicht, denn darum soll es nicht gehen:
Habt einfach Spaß mit dem Abenteuer! 🙂

Liebe Grüße,
Julian

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