Der Hexer und ich

Ich kann und will es gar nicht leugnen:

Ich bin ein absoluter Witcher-Fan. Die Romane von Andrzej Sapkowski und die darauf basierenden Videospiele haben mir eine Menge Spaß bereitet, mir Inspiration geliefert und meine Vorliebe im Bereich Fantasy geprägt. Ich möchte die Grundehrlichkeit, dieses erwachsene, dreckige Fantasy. Begünstigt wurde das natürlich zusätzlich durch wirklich gut gemachtes Storytelling.

Wie es so üblich ist, überträgt man derartige Inspirationen natürlich auf das, was man tut – gerade bei DSA. Für Ulrich Kiesow (ohne mich mit ihm vergleichen zu wollen, nichts läge mir ferner) war es ‚lord of the rings‘, das seine Vorstellungen von Aventurien ja bekanntlich sehr stark beeinflusst hat – einen Einfluss, den man bis heute spürt und den ich sehr befürworte.

Für mich waren Filme und Videospiele schon sehr oft ausschlaggebend für meine Vorlieben in DSA. Nach tollen Mantel & Degen-Filmen hatte ich zum Beispiel viel Spaß an yaquirischen Charakteren. Das Videospiel ‚Witcher 3‘, das mich zum Witcheruniversum gebracht hat, kam kurz vor dem Release von DSA5 heraus und war zu diesem Zeitpunkt sehr prägend für meine Spielvorlieben. So kam es auch, dass der erste Charakter, den ich mir in DSA5 generierte, der tobrische Krieger Derion von Liliengrund war – so etwas wie ein nicht-magischer Geralt. Dieses Konzept hat sich jedoch bald weiterentwickelt, auch wenn die Wurzeln sicher immer mal wieder bemerkbar sind.

Nun hat aber dieser Witcher-Fanboy Härtl allerdings auch noch die Gelegenheit erhalten, ein Heldenwerk zu schreiben und damit erstmals Autor für ‚Das Schwarze Auge‘ zu werden. Dumm gelaufen, könnte man sagen.
Erst sollte das Abenteuer direkt in Tranysilien spielen, das kann ich an anderer Stelle noch einmal berichten – aber dann gab es einiges an hin und her und zu viele Überschneidungen mit dem Mini-PDF-Abenteuer Blutige Hatz von 2015. Schließlich warf ich noch einmal alles über den Haufen und schlug der Redaktion vor, etwas ganz einfaches zu versuchen:
Warunkei, alles scheiße, Dorf, Biest, Ungeheuer jagen.
Ich sagte dabei sogar „Witcher kommt gut in der Popkultur der Rollenspieler an, ich mag das auch, ich kann mir sowas in DSA vorstellen“.
Damit ging es dann gleich weiter und so entstand recht schnell „Grimme Herzen“.

Mit der Warunkei gab es dann auch noch eine Gegend, die kaum von den Niemandsländern Velens zu unterscheiden ist. Kriegsversehrte, verarmte Menschen, harte Adlige, Ghule, Untote – alles, was man braucht.

Natürlich habe ich dennoch versucht, die Warunkei darzustellen und nicht Velen – aber die stimmungsvollen Beschreibungen sind nach wie vor sehr prägnant von der Videospielwelt geprägt.
Beim Schreiben von Mühlentrutz lief sogar dieser Song rauf und runter:
https://www.youtube.com/watch?v=PayUu_Ffjn8

Nun hatte ich also ein Abenteuer, in dem ich eine Gegend beschrieb, die mir persönlich als Fan sehr wichtig ist – ich mag die Warunkei sehr. Leugnen kann ich jedoch den starken Einfluss von ‚The Witcher‘ auf keinen Fall. Also entschied ich mich, ein Easteregg in das Abenteuer einzubauen (Achtung, ab hier Minispoiler): Den Ungeheuerjäger Gerbald aus Riva mit seinen Gefährten, die ebenfalls der Bestie auf der Spur sind. An sich absolut nebensächliche, austauschbare Charaktere – doch fand ich es schon immer witzig, dass es auch in Aventurien eine Stadt namens Riva gab – und noch dazu den bekannten Vornamen Gerbald.
Ich bin mir sicher, dass viele Leute das als zu trashig empfinden, will diejenigen aber auch ermutigen, dann den Namen einfach abzuändern, da er irrelevant für das Abenteuer ist.
Für mich war er das jedoch nicht: Ich möchte gar nicht behaupten, dass die Inspiration meiner Kreativität entsprang, sondern einfach dementsprechende Lorbeeren abgeben – wenn auch nur imaginär.

 

Soweit von mir,
euer Julian

 

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